Studien & Evidenz zu den Novego Online-Therapieprogrammen
Die Novego-Programme werden kontinuierlich im Rahmen unabhängiger, randomisiert-kontrollierter Studien (RCT) evaluiert, unter anderem in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Leuphana Universität Lüneburg. Die Erkenntnisse fließen systematisch in die Weiterentwicklung der Programminhalte ein.
Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht aller bislang veröffentlichten Studien zu Novego – mit Studiendesign, zentralen Kennzahlen und Verlinkung zu den vollständigen Studienberichten und Publikationen.
Studienübersicht
Novego „Depressionen bewältigen“
Institution und Jahr |
Design und Stichprobe |
Kernergebnis |
Quelle |
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|---|---|---|---|---|
| Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)2021–2023 | RCT: Novego- vs. Wartekontrollgruppe n = 311 (mITT n = 303), 12 Wochen |
Signifikante Reduktion der depressiven Symptomatik mit kleiner bis mittlerer Effektstärke | Studienbericht |
DesignRCT: Novego- vs. Wartekontrollgruppe, n = 311 (mITT n = 303), 12 Wochen
Ergebnis Signifikante Reduktion der depressiven Symptomatik mit kleiner bis mittlerer Effektstärke
Quelle Studienbericht
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| Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)2018–2019 | RCT: Novego- vs. Wartelisten-Kontrollgruppe n = 142, Patienten mit chronischen Schmerzen und komorbider depressiver Symptomatik, 12 Wochen |
Signifikante Reduktion der depressiven Symptomatik mit leichter bis moderater Effektstärke | Publikation |
DesignRCT: Novego- vs. Wartelisten-Kontrollgruppe, n = 142, Patienten mit chronischen Schmerzen und komorbider depressiver Symptomatik, 12 Wochen
Ergebnis Signifikante Reduktion der depressiven Symptomatik mit leichter bis moderater Effektstärke
Quelle Publikation
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| Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)2014–2015 | RCT: Novego- vs. Wartelisten-Kontrollgruppe n = 58, Schizophrenie-Patienten mit komorbider depressiver Symptomatik, 12 Wochen |
Signifikante Reduktion der depressiven Symptomatik mit mittlerer bis großer Effektstärke | Publikation |
DesignRCT: Novego- vs. Wartelisten-Kontrollgruppe, n = 58, Schizophrenie-Patienten mit komorbider depressiver Symptomatik, 12 Wochen
Ergebnis Signifikante Reduktion der depressiven Symptomatik mit mittlerer bis großer Effektstärke
Quelle Publikation
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| Leuphana Universität Lüneburg2013–2014 | RCT: Novego- vs. Wartelisten-Kontrollgruppe n = 180, Versicherte mit Arbeitsunfähigkeit, 12 Wochen |
Signifikante Reduktion der depressiven Symptomatik mit mittlerer Effektstärke | Publikation |
DesignRCT: Novego- vs. Wartelisten-Kontrollgruppe, n = 180, Versicherte mit Arbeitsunfähigkeit, 12 Wochen
Ergebnis Signifikante Reduktion der depressiven Symptomatik mit mittlerer Effektstärke
Quelle Publikation
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Novego „Ängste überwinden“
Institution & Jahr |
Design & Stichprobe |
Kernergebnis |
Quelle |
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| Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)2023–2024 | RCT: Novego- vs. Wartekontrollgruppe n = 318, 6 Wochen + 12-Wochen-Follow-up |
Signifikante Reduktion der Angstsymptomatik mit kleiner bis mittlerer Effektstärke | Studienbericht |
DesignRCT: Novego- vs. Wartekontrollgruppe, n = 318, 6 Wochen + 12-Wochen-Follow-up
Ergebnis Signifikante Reduktion der Angstsymptomatik mit kleiner bis mittlerer Effektstärke
Quelle Studienbericht
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| Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)Vorgängerversion „ConfID“ | RCT: Novego-Gruppe vs. übliche Versorgung (Care as usual) n = 179, 4 Wochen |
Signifikante Reduktion der Angstsymptomatik mit kleiner bis mittlerer Effektstärke | Publikation |
DesignRCT: Novego-Gruppe vs. übliche Versorgung (Care as usual), n = 179, 4 Wochen
Ergebnis Signifikante Reduktion der Angstsymptomatik mit kleiner bis mittlerer Effektstärke
Quelle Publikation
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Die Studienergebnisse im Detail
Evaluationsstudie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zu Novego „Depressionen bewältigen“
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) führte von 2021 bis 2023 eine randomisiert-kontrollierte Studie zum 12-wöchigen Novego-Programm bei Depression durch. Insgesamt nahmen 311 Personen teil, die zufällig entweder der Novego-Gruppe oder einer Wartekontrollgruppe zugewiesen wurden. Anhand von drei Befragungszeitpunkten (zu Beginn, nach 6 Wochen und nach 12 Wochen bei Programmende) wurden die Schwere der depressiven Symptomatik, der Selbstwert sowie die Lebensqualität erhoben und verglichen. In der Interventionsgruppe wurde zudem die Zufriedenheit mit dem Programm erfragt.
Zusammenfassung der Studienergebnisse
Eine signifikant stärkere (d.h. nicht zufällige) Reduktion der depressiven Symptomatik zugunsten der Novego-Gruppe nach 12 Wochen mit kleinen bis mittleren Effektstärken über alle Analysemethoden hinweg; in einigen Analysemethoden konnte dieser Effekt zudem bereits nach 6 Wochen Programmnutzung festgestellt werden. Auch beim
Weitere Studien zu Novego „Depressionen bewältigen“
Eine radomisiert-kontrollierte Studie zum Novego-Depressionsprogramm bei Teilnehmern mit chronischen Schmerzen und komorbiden depressiven Symptomen wurde 2018 bis 2019 durchgeführt. Hier wurden die Teilnehmer ebenfalls zufällig in die Novego-Gruppe und die Wartelistenkontrollgruppe eingeteilt, um die Effekte vergleichen zu können.
Patienten | Patienten mit Schmerzen und depressiven Symptomen |
Intervention | Teilnahme am 12-wöchigen Novego-Depressionsprogramm mit schriftlicher psychologischer Begleitung auf Wunsch der Teilnehmer |
Kontrollgruppe | Warteliste |
Endpunkte | Depressive Symptomatik (primär) gemessen anhand des Beck-Depressions-Inventar-II (BDI-II) und des Patient Health Questionnaire-9 (PHQ-9); Schmerzsymptomatik (sekundär) gemessen anhand des Deutschen Schmerzfragebogens (DSF) und der Visuellen Analogskala (VAS) |
Zusammenfassung | In einer randomisiert-kontrollierten Studie wurde das Depressionsprogramm mit schriftlicher psychologischer Betreuung bei Patienten mit Schmerzsymptomen und komorbider Depression untersucht (n=142; je 71 Teilnehmende pro Gruppe). Akut suizidale Teilnehmer wurden von der Studie ausgeschlossen. Teilnehmer wurden entweder der Interventionsgruppe (Depressionsprogramm) oder der Kontrollgruppe (Warteliste) zugeordnet. Nach dreimonatiger Nutzung des Programmes zeigte sich in der ITT-Analyse sowie der Per-Protocol (PP)-Analyse eine signifikante Reduktion der depressiven Symptomatik mit leichter bis moderater Effektstärke (ITT BDI-II: ηp²=0,043; p=0,014; PP BDI-II: ηp²=0,057; p=0,014). Die Schmerzsymptomatik reduzierte sich in beiden Gruppen, ohne signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen. Explorative Moderationsanalysen zeigten jedoch, dass Teilnehmende mit Schmerzen in den Händen oder im oberen Rücken signifikant stärker von Novego profitierten (H: β-Koeffizient=2,788, p=0,004; oR: β-Koeffizient=1,765, p=0,038). Die Studie zeigt, dass das Novego-Depressionsprogramm wirksam depressive Symptome bei Teilnehmern mit Schmerzen und komorbider Depression reduzieren kann. Ein allgemeiner Effekt auf die Schmerzsymptomatik selbst konnte im direkten Gruppenvergleich nicht bestätigt werden; explorative Analysen deuten aber auf einen möglichen Nutzen bei bestimmten Schmerzlokalisationen (Hände, oberer Rücken) hin. |
Quellenangabe | Miegel, F., Gehlenborg, J., Bücker, L., Lion, D., & Moritz, S. (2019). Kann eine Online-Intervention für Depressionen emotionale Probleme und Schmerzen lindern? Eine randomisiert-kontrollierte Studie. Verhaltenstherapie, 29(3), 166–181. https://doi.org/10.1159/000501736 |
Link zur Publikation |
Mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) wurde 2014 bis 2015 eine randomisiert-kontrollierte Studie zum Novego-Depressionsprogramm mit Schizophrenie-Patienten, die gleichzeitig unter depressiven Symptomen leiden, durchgeführt. Auch hier wurden die Teilnehmer zufällig in die Novego-Gruppe und die Wartelistenkontrollgruppe aufgeteilt, um anschließend die Veränderung der depressiven Symptomatik vergleichen zu können.
Patienten | Patienten mit Schizophrenie sowie komorbiden depressiven Symptomen |
Intervention | Teilnahme am 12-wöchigen Novego-Depressionsprogramm ohne psychologische Begleitung |
Kontrollgruppe | Warteliste |
Endpunkte | Depressive Symptomatik gemessen anhand der Center for Epidemiologic Studies-Depression Scale (CES-D), des Patient Health Questionnaire-9 (PHQ-9) und der Positive and Negative Syndrome Scale (PANSS) |
Zusammenfassung | In einer randomisiert-kontrollierten Studie wurde das Novego-Depressionsprogramm bei Patienten mit Schizophrenie und komorbider Depressivität als Zusatz zur bisherigen Therapie untersucht (n=58). Teilnehmer wurden entweder der Interventionsgruppe (Depressionsprogramm) oder der Kontrollgruppe (Warteliste) zugeordnet. Bei Teilnehmern der Interventionsgruppe zeigte sich nach dreimonatiger Nutzung des Programmes eine signifikante Reduktion der depressiven Symptomatik mit mittlerer bis großer Effektstärke gemessen anhand des CES-D (Complete Case Analyse (CC): F(1,46)=9,84, p=0,003, ηp²=0,176; Intention-To-Treat Analyse (ITT): F(1,55)=12,023, p=0,001, ηp²=0,179) und der PANSS-Depressionsitems (CC: F(1,45)=5,07, p=0,029, ηp²=0,101; ITT: F(1,55)=4,356, p=0,042, ηp²=0,073). Die Studie zeigt, dass das Novego-Depressionsprogramm depressive Symptome bei Patienten mit Schizophrenie verbessern kann. Es kann daher eine sinnvolle Therapieergänzung zum Schließen von Versorgungslücken in der Behandlung dieser Patientengruppe darstellen. |
Quellenangabe | Moritz, S., Schröder, J., Klein, J. P., Lincoln, T. M., Andreou, C., Fischer, A., & Arlt, S. (2016). Effects of online intervention for depression on mood and positive symptoms in schizophrenia. Schizophrenia research, 175(1-3), 216–222. https://doi.org/10.1016/j.schres.2016.04.033 |
Link zur Publikation |
Die Leuphana Universität Lüneburg führte von 2013 bis 2014 eine randomisiert-kontrollierte Studie (zufällige Zuordnung der Studienteilnehmer in Novego-Gruppe und Wartelistenkontrollgruppe) bei Versicherten mit Arbeitsunfähigkeit durch. Getestet wurde hierbei das 12-wöchige Novego-Depressionsprogramm. Anschließend wurde verglichen, inwiefern sich die depressiven Symptome der Versicherten aus der Novego-Gruppe von denen aus der Wartelistenkontrollgruppe unterscheiden.
Patienten | Versicherte einer deutschen Krankenkasse mit leichter und mittelschwerer Depression, die aufgrund einer Depression vorher oder zum Zeitpunkt der Rekrutierung arbeitsunfähig waren. |
Intervention | Teilnahme am 12-wöchigen Novego-Depressionsprogramm mit schriftlicher psychologischer Begleitung auf Wunsch der Teilnehmer. |
Kontrollgruppe | Warteliste und Literatur psychoedukativer Texte im Internet mit Informationen zum Krankheitsbild Depression. |
Endpunkte | Depressive Symptomatik gemessen anhand des Patient Health Questionnaire-9 (PHQ-9) und des Beck-Depressions-Inventar-II (BDI-II); Auswertung der Routinedaten zur Analyse der Arbeitsunfähigkeitszeiten. |
Zusammenfassung | In einer randomisiert-kontrollierten Studie wurde das Novego-Depressionsprogramm mit schriftlicher psychologischer Betreuung bei Teilnehmern mit leichter und mittelschwerer Depression untersucht, die vorher oder zum Zeitpunkt der Rekrutierung arbeitsunfähig waren (n=180). Suizidale Teilnehmer wurden von der Studie ausgeschlossen. Teilnehmer wurden entweder der Interventionsgruppe (Depressionsprogramm) oder der Kontrollgruppe (Warteliste und psychoedukative Texte im Internet) zugeordnet. Von den 180 randomisierten Teilnehmenden schlossen 88 (48,8 %) die Nachbefragung ab. Nach dreimonatiger Nutzung des Programmes zeigte sich in der ITT-Analyse eine signifikante Reduktion der depressiven Symptomatik mit moderater Effektstärke (PHQ-9: d=0,55; 95% CI 0,25-0,85, p<,001; BDI-II: d=0,41; 95% CI 0,11-0,70, p=0,004). Die Per-Protocol-Analyse bestätigte dieses Ergebnis nur teilweise: Beim PHQ-9 blieb der Effekt signifikant (d=0,61, p=0,04), beim BDI-II war er nicht signifikant (d=0,25, p=0,37). In beiden Gruppen zeigte sich eine signifikante Reduktion der Arbeitsunfähigkeit (IG: -67,23%, p<,001; KG: -82,61%, p<,001); zwischen den Gruppen bestand dabei kein signifikanter Unterschied (p=0,07). Die Ansprechrate war in der Interventionsgruppe signifikant höher als in der Kontrollgruppe (63% versus 33%; p<,001; Number Needed to Treat = 4,08). Die Autoren weisen darauf hin, dass die Studie eine geringere statistische Power erreichte als ursprünglich berechnet, und empfehlen eine Replikation an einer größeren Stichprobe. Die Studie zeigt, dass das Novego-Depressionsprogramm depressive Symptome bei arbeitsunfähigen Patienten mit leichter und mittelschwerer Depression reduzieren kann. Ein direkter Effekt auf die Dauer der Arbeitsunfähigkeit selbst konnte im Gruppenvergleich dagegen nicht bestätigt werden. |
Quellenangabe | Beiwinkel, T., Eißing, T., Telle, N. T., Siegmund-Schultze, E., & Rössler, W. (2017). Effectiveness of a Web-Based Intervention in Reducing Depression and Sickness Absence: Randomized Controlled Trial. Journal of medical Internet research, 19(6), e213. https://doi.org/10.2196/jmir.6546 |
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Evaluationsstudie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zu Novego „Ängste überwinden“
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) führte zwischen 2023 und 2024 eine randomisiert-kontrollierte Studie zum 6-wöchigen Novego-Programm bei Ängststörungen durch. Insgesamt nahmen 318 Personen mit diagnostizierten Angststörungen (u. a. Panikstörung, Agoraphobie, soziale Phobie) teil. Die Teilnehmenden wurden zufällig entweder der Novego-Gruppe oder einer Wartekontrollgruppe zugewiesen. Die Wirksamkeit wurde zu drei Zeitpunkten gemessen (zu Beginn, nach sechs Wochen und nach zwölf Wochen), wobei zusätzlich die Programmzufriedenheit in der Interventionsgruppe erhoben wurde.
Zusammenfassung der Studienergebnisse
Bereits nach sechs Wochen zeigt sich in der Novego-Gruppe eine signifikant stärkere Reduktion der Angstsymptomatik, mit kleinen bis mittleren Effektstärken. Auch in den sekundären Endpunkten – der Depressions- und Stresssymptomatik – lassen sich signifikante Verbesserungen beobachten. Die Effekte auf Angstsymptomatik und soziale Angst blieben auch zwölf Wochen nach Studienbeginn bestehen. Zudem zeigt sich in der Interventionsgruppe zu diesem späteren Zeitpunkt eine signifikante Steigerung des Selbstwertgefühls. Diese positiven Effekte werden in zusätzlichen Analysen bestätigt und erweisen sich als unabhängig von Alter, Geschlecht oder anderen Einflussfaktoren. Beim Versorgungskontext ergab sich jedoch ein bedeutsamer Unterschied: Der positive Effekt zeigte sich signifikant bei Teilnehmenden, die zum Studienzeitpunkt keine Psychotherapie in Anspruch nahmen; bei begleitender Psychotherapie ließ sich kein zusätzlicher signifikanter Effekt nachweisen. Die subjektive Bewertung des Programms fällt positiv aus: 73 % der Teilnehmenden geben an, dass sie erneut auf das Programm zurückgreifen würden, wenn sie Unterstützung bräuchten, und 78 % würden Novego weiterempfehlen.
Weitere Studien zu Novego „Ängste überwinden“
Das 4-wöchige Novego-Angstprogramm wurde in einer Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) bewertet. Die Teilnehmer wurden zufällig in die Novego-Gruppe und eine Kontrollgruppe mit üblicher Versorgung aufgeteilt, sodass die Entwicklung der Angstsymptomatik in beiden Gruppen verglichen werden kann. Außerdem wurden weitere Einflussfaktoren, wie beispielsweise die Einstellung gegenüber Online-Interventionen, untersucht.
Patienten | Patienten mit Angststörung |
Intervention | Teilnahme am vierwöchigen Novego-Angstprogramm mit schriftlicher psychologischer Begleitung auf Wunsch der Teilnehmer |
Kontrollgruppe | Übliche Versorgung (Care as usual) |
Endpunkte | Angstsymptomatik (primär) gemessen anhand des Beck Anxiety Inventory (BAI); störungsspezifische Symptome (sekundär) gemessen anhand der Panic and Agoraphobia Scale (PAS) und der Brief Social Phobia Scale (BSPS); allgemeine psychische Belastung gemessen anhand des Brief Symptom Inventory-18 (BSI-18); komorbide depressive Symptome gemessen anhand des Patient Health Questionnaire (PHQ-9) |
Zusammenfassung | In einer randomisiert-kontrollierten Studie wurde das Novego-Angstprogramm mit schriftlicher psychologischer Betreuung bei Teilnehmern mit Angststörungen als Zusatz zur bisherigen Therapie untersucht (n=179). Akut suizidale Teilnehmer wurden von der Teilnahme an der Studie ausgeschlossen. Teilnehmer wurden nach Rekrutierung in die Interventionsgruppe (Novego-Angstprogramm mit schriftlicher psychologischer Begleitung) oder die Kontrollgruppe (übliche Versorgung) randomisiert. Teilnehmer in der Interventionsgruppe konnten das Novego-Angstprogramm für vier Wochen nutzen. Bei Teilnehmern der Interventionsgruppe reduzierte sich die Angstsymptomatik im Vergleich zur Kontrollgruppe im primären Studienendpunkt, gemessen anhand des Beck Angst-Inventars (BAI), deutlich stärker als in der Kontrollgruppe: In der Complete-Case (CC)-Analyse zeigte sich eine signifikante Verminderung der Symptome mit mittlerer Effektstärke (F(2,125)=7,053; p=0,009; ηp²=0,053) und in der Intention-To-Treat (ITT)-Analyse eine signifikante Verminderung mit kleiner bis mittlerer Effektstärke (F(2,176)=6,603; p=0,011; ηp²=0,036). Die erzielten Effekte waren für verschiedene Gruppen von Angststörungen vergleichbar. In der Analyse sekundärer Studienendpunkte zeigten sich signifikante Effekte mittlerer Effektstärke (gemessen anhand BSI-18 [Brief Symptom Inventory], PHQ-9 [Patient Health Questionnaire], PAS [Panic and Agoraphobia Scale] und BSPS [Brief Social Phobia Scale]). Die Studie gibt Hinweise darauf, dass Online-Unterstützungsprogramme wie das Novego-Angstprogramm einen wichtigen Beitrag zum Schließen von Lücken in der Versorgung von Patienten mit Panik und Phobien leisten können und signifikante Ergebnisse durch die Nutzung erzielt werden können. |
Quellenangabe | Schröder, J., Jelinek, L., & Moritz, S. (2017). A randomized controlled trial of a transdiagnostic Internet intervention for individuals with panic and phobias – One size fits all. Journal of behavior therapy and experimental psychiatry, 54, 17–24. https://doi.org/10.1016/j.jbtep.2016.05.002 |
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Wie nutzen Sie Ihre Gesundheits-App wirklich?
Das UKE untersucht derzeit, wie Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) im Alltag tatsächlich genutzt werden – losgelöst von kontrollierten Studienbedingungen. Teilnehmen kann, wer mindestens 18 Jahre alt ist und aktuell oder in der Vergangenheit eine beliebige DiGA genutzt hat, unabhängig von Diagnose oder Anbieter.
Novego treibt die wissenschaftliche Fundierung digitaler Versorgung voran
Aktuelle Metaanalysen zeigen, dass therapeutisch begleitete Online-Programme zur kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) bei einer Vielzahl psychischer und somatischer Beschwerden ähnlich wirksam sein können wie eine Behandlung vor Ort. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) setzen an genau diesem Potenzial an: Sie stehen orts- und zeitunabhängig zur Verfügung, können Wartezeiten auf einen Therapieplatz überbrücken und lassen sich sowohl eigenständig als auch begleitend zu einer ambulanten oder stationären Behandlung nutzen.
Aktuell sind unsere Therapieprogramme bei Depression und Angststörungen dauerhaft als DiGA im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet. Die Aufnahme in dieses Verzeichnis setzt folgende Anforderungen voraus: Sicherheit, Funktionstauglichkeit und Qualität als Medizinprodukt, die Einhaltung der Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit nach dem Stand der Technik – u. a. durch ein zertifiziertes Informationssicherheits-Managementsystem nach ISO 27001 – sowie den Nachweis eines positiven Versorgungseffekts. Novego treibt diese Fundierung aktiv voran: Gemeinsam mit externen wissenschaftlichen Partnern wie dem UKE und der Leuphana Universität Lüneburg werden fortlaufend neue Studien initiiert, deren Ergebnisse zur Publikation in Fachjournalen vorgesehen sind und so über den eigenen Nachweis hinaus zum allgemeinen wissenschaftlichen Kenntnisstand zur digitalen psychologischen Versorgung beitragen können. Unsere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sind zudem von der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) bescheinigt – ein Nachweis, dass die betreffenden Vorhaben die gesetzlichen Kriterien für Forschung und Entwicklung erfüllen, über die reinen Zulassungsanforderungen der DiGA hinaus.
Die Novego-Programme werden von einem interdisziplinären Team aus Psychologen, Psychotherapeuten, Gesundheitsökonomen, Informatikern und UX-Designern entwickelt und kontinuierlich weiterentwickelt – stets orientiert an den aktuellen Leitlinien der psychologischen Versorgung.
Wie wir Evidenz sicherstellen
Aktuelle und künftige Studien zu unseren Programmen werden vor Beginn in einem öffentlichen Studienregister (z. B. dem Deutschen Register Klinischer Studien, DRKS) prospektiv registriert und durchlaufen ein unabhängiges Ethikvotum. Primäre und sekundäre Endpunkte werden vorab festgelegt und mit validierten, klinisch anerkannten Erhebungsinstrumenten erfasst (u. a. PHQ-9, BDI-II, BAI, PANSS); als Kontrollbedingung dient in der Regel eine Wartelisten-Kontrollgruppe.
Die primäre Auswertung folgt dem Prinzip der modifizierten Intention-to-treat-Analyse (mITT): Studienabbrecher werden mittels etablierter statistischer Verfahren (u. a. Mixed-Effects-Modelle, multiple Imputation) in die Ergebnisse einbezogen, statt nur vollständige Datensätze auszuwerten. Ergänzend werden die Ergebnisse durch weitere Sensitivitätsanalysen (u. a. Completer- und Per-Protocol-Analysen) auf ihre Robustheit geprüft. Novego stellt den beteiligten Forschungseinrichtungen die Programmzugänge zur Verfügung, hat jedoch keinen Einfluss auf die Auswertung der Ergebnisse – auch Erkenntnisse zu unerwarteten oder gemischten Befunden fließen offen in die inhaltliche Weiterentwicklung der Programme ein.
Verankert in der psychiatrischen Versorgungspraxis
Novego ist eines von mehreren Versorgungsangeboten der IVPNetworks GmbH, die seit mehr als zehn Jahren gemeinsam mit gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen Versorgungsprogramme für Menschen mit psychischen und chronischen Erkrankungen entwickelt und begleitet. Dies erfolgt unter anderem im Rahmen der ambulanten Komplexversorgung schwer psychisch erkrankter Menschen nach der KSVPsych-Richtlinie und in einem bundesweiten Netzwerk aus Ärzten, Therapeuten und weiteren Leistungserbringern. Novego entsteht damit nicht losgelöst als reines Software-Produkt, sondern eingebettet in diese langjährige Versorgungspraxis.
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Unser Team steht Ihnen für weiterführende Informationen gern zur Verfügung.
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