Mögliche Ursachen einer Depression

Erbliche Veranlagung

Untersuchungen konnten aufzeigen, dass bei Verwandten von depressiven Patienten ein erhöhtes Risiko besteht, selbst an einer Depression zu erkranken. Obwohl somit offensichtlich die Gene eine Rolle spielen, besteht nach dem aktuellen Forschungsstand keine Klarheit darüber, welche Gene an der Auslösung der Krankheit beteiligt sind.

Nebenwirkungen von Medikamenten

Einige Arzneimittel können Depressionen als unerwünschte Nebenwirkung auslösen. Dies ist zum Beispiel bei Kortisonpräparaten oder Medikamenten zur Behandlung von Schizophrenie (Neuroleptika) möglich.


Stress

Akute Trennungs- oder Verlusterlebnisse, wie das Ende einer Beziehung oder der Verlust des Arbeitsplatzes, können Auslöser einer Depression sein. Auch privater und beruflicher Stress oder lang andauernde, belastende Erfahrungen in der Lebensgeschichte sowie traumatische Erlebnisse in der Kindheit können eine Rolle spielen.

Schlafstörungen

Wer häufig Probleme mit dem Schlaf hat, kann anfälliger für Depressionen sein. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) spricht bei Menschen mit Schlafstörungen von einem drei- bis vierfach höheren Risiko für psychische Erkrankungen wie die Depression.


Erlernte negative Denkstrukturen

Unsere Denk- und Verarbeitungsmuster entstehen in der Regel in der Kindheit und können, wenn sie z.B. besonders pessimistisch und unflexibel sind, eine Depression verursachen. Betroffene zeigen häufig eine negative Sicht auf sich und ihre Umgebung und sind ohne Hoffnung in Bezug auf die Zukunft. Auch übermäßige Selbstkritik und der Fokus auf generell negative Interpretationen von Ereignissen sind Bedingungen, welche die Entstehung einer Depression begünstigen können.

Chronische körperliche Erkrankungen

Fast alle chronischen Erkrankungen stellen eine dauerhafte Belastungssituation für die Betroffenen dar und können Depressionen zur Folge haben. Insbesondere ist dies bei Patienten mit Morbus Parkinson, Schlaganfall, Epilepsie, Herzinfarkt, Krebserkrankungen, Schilddrüsen-Funktionsstörungen (Über- oder Unterfunktion) und Diabetes der Fall.



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